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Liberalisierung


Die Liberalisierung des Energiemarktes ist ein Prozess, der jedem Kunden die Möglichkeit gibt, seinen Energieanbieter frei auszuwählen. Eindeutige Gesetzesregelungen garantieren dabei die Versorgungssicherheit des Energiekunden.

Historie


Der Beginn der Liberalisierung des Energiemarktes erfolgte auf europäischer Ebene. Schon in den achtziger Jahren entwickelte die Europäische Kommission ein Konzept zur Verwirklichung des europäischen Energiebinnenmarktes. Bis zum Jahr 1998 bestanden jedoch in der deutschen Energiewirtschaft Gebietsmonopole. Die Versorgungsunternehmen hatten in ihren Versorgungsgebieten ein gesetzlich anerkanntes Monopol.
Die zunächst beschlossenen EU-Binnenmarktrichtlinien Elektrizität und Gas bezweckten vornehmlich die Verwirklichung eines wettbewerbsorientierten Marktgeschehens. Diese Richtlinie wurde mit dem novellierten Energiewirtschaftsgesetz des Jahres 1998 in nationales Recht umgesetzt. Das EnWG verfolgt seither die Öffnung des Marktes für leitungsgebundene Energie. Die staatlich eingerichteten Gebietsmonopole waren damit abgeschafft.
Mit einer Neuregelung des Energiewirtschaftsgesetzes erfolgte 2003 die Umsetzung der EU-Richtlinie zum Gasbinnenmarkt. Ebenfalls in 2003 wurden auf europäischer Ebene neue Richtlinien zur Verwirklichung des Energiebinnenmarktes beschlossen. Mit diesen Beschleunigungsrichtlinien verfolgte der europäische Gesetzgeber die Absicht, die Liberalisierung im Energiebereich und die Schaffung von einheitlichen Wettbewerbsbedingungen auf dem Erdgas- bzw. Elektrizitätsbinnenmarkt weiter voranzutreiben.
Das novellierte Energiewirtschaftsgesetz vom 07.07.2005 setzt die europäischen Richtlinien zum Elektrizitäts- und Gasbinnenmarkt in nationales Recht um.

Der Beginn der Liberalisierung


Zu Beginn der Liberalisierung haben lediglich große Abnehmer aus Gewerbe und Industrie Ihre Energiepreise frei mit den Anbietern verhandelt. Nach anfänglich großem Einsparpotenzial und viel Wirbel um neue unseriöse Anbieter beruhigte sich der Markt nun wieder. Erst ab dem Jahre 2002 ist die Liberalisierung auch beim Privatkunden angekommen. Preisvergleiche im Internet bieten mittlerweile jedem Haushaltskunden oder kleinem Gewerbekunden die einfache und kostenlose Möglichkeit der unabhängigen Meinungsbildung. In wenigen Sekunden bekommt der Kunde einen Tarifüberblick für seine Region, angepasst auf seinen individuellen Verbrauch.
Hinzu kommt, dass neue Anbieter den Markt beleben und alle Versorger die notwendige Infrastruktur aufgebaut haben, um einen Anbieterwechsel praktisch umzusetzen. Was nun noch fehlt ist der mündige Bürger, der seine Möglichkeiten im freigegeben Markt nutzt. Telefonanbieter werden ausgesucht wie Tankstellen, die das Benzin für das Auto einen Cent billiger anbieten, doch beim Thema Strom und Gas gibt man sich konservativ und hat unbegründeter Weise Angst um die Versorgungssicherheit. Stromrechnungen werden noch immer bezahlt wie Telefonrechnungen vor 20 Jahren.

Der Markt bisher – nur 5 Prozent haben gewechselt, in England 40 Prozent


Bisher wechselten relativ wenige deutsche Haushalte zu einem günstigeren Stromanbieter. Seit der Öffnung des deutschen Strommarktes 1998 haben sich bislang nur rund zwei Millionen Haushalte für einen neuen Lieferanten entschieden. Ausgehend von den rund 39 Millionen Haushalten in Deutschland liegt die Wechselquote bei Stromkunden somit lediglich bei 5 Prozent. Die restlichen 95 Prozent verschenken bares Geld. Im Vergleich zum europäischen Ausland steht Deutschland hier noch am Anfang. In England z.B. wechselten im gleichen Zeitraum bereits schon mehr 40 Prozent den Stromanbieter.

Der Markt jetzt – die Ruhe vor dem Sturm


Trotz hoher Energiekosten gibt es die Möglichkeit, durch die Wahl des billigsten Anbieters in der Region Geld zu sparen. Das Einsparpotenzial beim Strom ist je nach Verbrauch und Region unterschiedlich, aber bleibt auf hohem Niveau erhalten. Es beträgt in den meisten Fällen zwischen 50-300 Euro pro Jahr für Haushaltskunden. Für Gewerbetreibende und Industriekunden ist das Einsparpotenzial zumeist noch größer.

Die Wettbewerber formieren sich


Derzeit gerät der Markt für Energie in Bewegung. Neben den etablierten Anbietern, erobern neue Anbieter wie Yello, Flexstrom und Teldafax nun den Markt. Die Reaktion der etablierten Anbieter zeigt, dass der Markt zunehmend an Fahrt gewinnt. So griff kürzlich die e.on Tochter e-wie-einfach mit attraktiven Tarifen für Strom und Gas in den Markt ein. Eine Gegenreaktion der Konkurrenz wird ebenfalls nicht lange auf sich warten lassen.

Auch der Gasmarkt startet durch


Nun gibt es beim Gas für Haushaltskunden erstmals sinnvolle Alternativen für jeden zum Sparen. Erste bundesweite Anbieter sind auf dem Markt und bieten attraktive Tarife für alle Regionen in Deutschland. Auch für Kunden im Bereich Gewerbe/Industrie gibt es Alternativen zum lokalen Anbieter. Derzeit ist der Prozentsatz der Kunden, die wechselten, hier noch geringer als im Segment Strom.

Der Energiemarkt in der Zukunft


Zurzeit herrscht eine lebhafte Diskussion über die Zukunft der Energieversorgung. Sicher ist jedoch, dass der innerdeutsche Wettbewerb um den Kunden zunehmen wird und ein europäischer Markt entstehen wird. Somit werden ausländische Anbieter direkt oder indirekt über den Kauf von Energieversorgern auf den deutschen Markt drängen. Zusätzliche Impulse werden durch die Entkopplung von Produktion und Verteilung von Strom und Gas erwartet. Weichenstellungen im Bereich der regenerativen Energiequellen werden sowie die Preisentwicklung primärer Energieträger wahrscheinlich zu zukünftig höheren Energiepreisen führen. Angemessene Verbraucherpreise bei allgemein hohem Preisniveau werden einen gut funktionierenden Wettbewerb erfordern, der nicht zuletzt beim Privatkunden stattfinden sollte.